ACE MACH-MIT-FOTOAKTION

"Barrierefrei besser ankommen!"

Die Sieger stehen fest!

Die ACE-Jury hat unter allen Einsendungen die sechs besten Fotos aus allen ACE-Regionen (Baden-Württemberg, Bayern, Mitte, Ost, Nordrhein-Westfalen, Nord) gekürt. Ein weiteres Foto erhält einen Sonderpreis, aufgrund seiner besonderen Botschaft, die sich sehr ausdrucksvoll in dem Bildmotiv widerspiegelt.

Bewertet wurden die Art der Barriere, die Gefahrensituation, die von ihr ausgeht, und ob es sich um ein Hindernis handelt, das sich auf einer Alltagsstrecke befindet und damit den mobilen Alltag vieler Menschen erschwert.

Das betrifft im Übrigen 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Wenn wir von mobil eingeschränkten Personen sprechen, sind neben Menschen mit körperlichen Einschränkungen auch Seniorinnen und Senioren gemeint, ebenso Eltern, die mit Kinderwagen unterwegs sind. All diese Menschen dürfen durch Barrieren an der gesellschaftlichen Teilhabe nicht ausgeschlossen werden.

Die sechs Gewinnerinnen und Gewinner der Mach-Mit-Fotoaktion werden vom ACE schriftlich kontaktiert. Sie erhalten je ein Apple iPad für ihren Fotobeitrag. Für das siebte ausgezeichnete Foto wird ein Sonderpreis vergeben. Und der ACE, der bleibt dran am Thema und wird sich vor Ort einsetzen, damit die Barrieren im Verkehrsumfeld abgebaut werden.

Die ACE-Jury bei der Auswahl der besten Bilder im Bundestag. Vor Ort waren der stellvertretende ACE-Vorsitzende Karlheinz Stockfisch, ACE-Chefredakteurin Anja Smetanin, Inklusionsaktivistin Anne Gersdorff und Schirmherr der ACE-Clubinitiative, Stefan Zierke (MdB).

Mit der Fotoaktion will der ACE Auto Club Europa mit seinen Partnern Wheelmap.org und der Arbeiterwohlfahrt auf Barrieren aufmerksam machen, die den mobilen Alltag erschweren und die dringend beseitigt werden müssen.

Die Gewinnerbilder der Fotoaktion


Packstation

ACE-Region Baden-Württemberg

Unglaublich:

Was hier ganz unscheinbar wirkt, hat es gewaltig in sich. Mobilitätseingeschränkte Menschen, die diese Packstation in Gaildorf nutzen wollen, müssen einen Berg voller Hürden überwinden: Die Fächer und das Bedienterminal sind für Menschen im Rollstuhl nicht zu erreichen, aufgrund des davorliegenden Bordsteins und dem zu schmalen Fußweg. Sie sind auf die Hilfe Dritter angewiesen.

Fußgängerweg

ACE-Region Ost

Gefährlich:

Dass Barrierefreiheit zwar oft gut angedacht, aber leider häufig nicht zu Ende gedacht wird, zeigt dieser Fußgängerüberweg in Berlin. Auf jeder Straßenseite ist der zwar markiert, aber nur ansatzweise, mit einem Symbolbild. Fehlende Zebrastreifen und hohe Bordsteine erschweren die barrierefreie Überquerung der Straße.

ACE-Region Bayern

Gut durchdacht:

Oft stehen sich Denkmalschutz und Barrierefreiheit gegenseitig im Weg. Wie beides zusammen harmonieren kann, macht das historische Rathaus in Regensburg vor. Es verfügt über einen modernen, barrierefreien Eingang mit langer, flacher Rampe, ideal für Rollstuhl, Gehstock oder Rollator.

Parkplatz

ACE-Region Nordrhein-Westfalen

Planungspatzer:

Das kommt leider häufig vor – eine als Behinderten-Parkplatz gekennzeichnete Fläche, bei der die Barrierefreiheit schon ringsherum wieder aufhört. Bei diesem Parkplatz am Duisburger Hauptbahnhof begrenzt eine Stufe den Zugang zum Weg, bzw. Parkplatz: für mobilitätseingeschränkte Menschen kaum passierbar.

Bahnübergang

ACE-Region Mitte

Katastrophal:

Kommt leider noch viel öfter vor, als gedacht: Bahngleise, die nur über Treppen zu erreichen sind. Hier am Bahnhof Nidderau Ostheim ist das besonders kompliziert, Menschen im Rollstuhl haben keine Chance zum Zug zu gelangen. Dieses Bild war das aussagekräftigste unter allen Einsendungen und zeigt die absurde Situation in vollem Ausmaß.

Parkhaus

ACE-Region Nord

Unmöglich:

Das Bild zeigt ein Parkhaus in Lübeck indem Barrierefreiheit nicht zu Ende gedacht wurde: Mobilitätseingeschränkte Personen kommen zwar gut aus dem Auto, aber nicht aus dem Parkhaus heraus. Die Rampe führt zu einer kompliziert zu öffnenden Tür, die führt zu einer Stufe, die ins Treppenhaus…

ACE-Sonderpreis


Srandkorb am Strand

Schön aber traurig:

Mit künstlerischer Ästhetik beleuchtet dieses Foto eine groteske aber für mobilitätseingeschränkte Menschen bekannte Alltagssituation am Strand von Cuxhaven: Der Weg zum Strand war vermutlich nur teilweise barrierefrei. Die Jury hat sich aufgrund der Ausdrucksstärke des Bildes dazu entschlossen, einen Sonderpreis zu vergeben.

Alle Menschen sollten das Recht auf Urlaub am Meer genießen können und zwar in Reihe Eins!

Die ACE-Jury


Stefan Zierke

ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Schirmherr der ACE-Clubinitiative.

Karlheinz Stockfisch

ist der stellvertretende Vorsitzende des ACE Auto Club Europa. Die inklusive Mobilität ist für ihn eine Herzensangelegenheit.

Anja Smetanin

ist Chefredakteurin des ACE LENKRAD. Mit ihrem Team sorgt sie für eine umfangreiche Medienberichterstattung zur ACE-Clubinitiative.

Anne Gersdorff

ist Projektreferentin und Inklusionsaktivistin bei Sozialhelden e.V. in Berlin. Sie setzt sich für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen und eine inklusive Gesellschaft ein.

Michael Feist

ist Experte im Digitalen Marketing und Mitglied im Projektteam der ACE-Clubinitiative „Barrierefrei besser ankommen!“

Ursula Hildebrand

ist Regionalbeauftragte für die ACE-Region Bayern und packt bei den Clubinitiativen vor Ort selbst mit an.