Bundesweite Stichproben an ausgesuchten Verkehrsknotenpunkten

352 Ehrenamtliche und 13 Hauptamtliche des ACE Auto Club Europa haben mit der Clubinitiative 2026 „Kopf hoch!“ bundesweit in einer fest definierten Zeit überprüft, ob während der Fahrt das Smartphone sichtbar benutzt wurde. Hierfür wurde ein standardisierter Erhebungsbogen entwickelt. Stark frequentierte innerörtliche Kreuzungen lagen dabei im Fokus. Die Kontrollen fanden zwischen dem 1. April und dem 31. Juli statt.

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Akute Unfallgefahr durch Ablenkung

Weicht der Blick von der Fahrbahn ab, befindet man sich im sogenannten „Blindflug“. Schon zwei Sekunden reichen dann, um Menschenleben zu gefährden: Wer bei Tempo 50 innerorts nicht auf die Straße schaut, legt rund 28 Meter ohne Sichtkontakt zur Fahrbahn zurück. Selbst bei 30 km/h sind es noch knapp 17 Meter. Das entspricht drei bis vier Autolängen.

Erhebungsbogen

Ein unterschätztes Risiko im Stadtverkehr

Gerade im innerstädtischen Verkehr können so in Sekundenbruchteilen lebensgefährliche Situationen entstehen. Besonders gefährdet sind schwächere Verkehrsteilnehmende wie Zufußgehende oder Radfahrende. Untersuchungen, wie die des Allianz Zentrums für Technik (AZT) aus dem Jahr 2023 zeigen zudem, dass sich vor allem junge Autofahrende häufig durch Smartphones ablenken lassen. Laut der AZT-Untersuchung sind hier junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren besonders betroffen.

Erhebungsbogen

Die Zahlen sind alarmierend

Laut Auswertung der Unfallstatistik 2025 des Statistischen Bundesamtes wurde bei 9.472 Unfällen mit Personenschaden Ablenkung als Unfallursache erfasst – ein Anstieg von rund neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. In 1.108 Fällen war die Nutzung elektronischer Geräte am Steuer nachweislich unfallursächlich. Insgesamt kamen 15 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben, bei denen Ablenkung durch elektronische Geräte als Ursache registriert wurde, 199 Menschen wurden bei solchen Unfällen schwer verletzt. Expertinnen und Experten betonen jedoch, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt, da Ablenkung am Steuer polizeilich schwer nachweisbar ist

Wir wollen mit unserer Aktion nachhaltiges Bewusstsein schaffen

Verkehrssicherheit ist unser Auftrag. Umso wichtiger ist es deshalb, dass wir einerseits bundesweit aufklären zu den Gefahren, die durch ablenkende Handys im Auto entstehen. Anderseits wollen wir ein nachhaltiges Bewusstsein schaffen, damit der Griff zum Handy nicht mehr so selbstverständlich ist wie der Blick nach vorne. Unser Appell: Kopf hoch – Handy weg – Fokus auf die Straße!

Darauf kommt es an

Vorstand des ACE und zwei Ehrenamtliche von hinten in roten ACE Westen

Kick-Off

Das ACE-Ehrenamt leitet in Frankfurt mit dem ACE-Vorsitzenden Sven-Peter Rudolph die diesjährige Clubinitiative ein.

Zwei Ehrenamtliche in roten ACE Westen stehen an einer Straße mit einem Kameramann

Relevanz

Der ACE will die Öffentlichkeit auf die Gefahren aufmerksam machen.

ACE Ehrenamtliche beim Check

Teamwork

Ehrenamtliche des ACE checken Smartphone-Verstöße beim Fahren.

Kind vor Auto rennend

Erhebung

Die Ablenkungsgefahr wird in ganz Deutschland systematisch erfasst.

Prüfung der Schilder

Gefahrenlage

Nicht nur Pkw im Fokus: Der ACE hat alle Kraftfahrzeuge im Blick.

Elterntaxis

Kontrollpunkt

Die Ehrenamtlichen prüfen an innerörtlichen Kreuzungen.

Kinder hinter dem Schulbus

Werkzeuge

Mit Klicker und Erhebungsbogen werden Fahrzeuge und Verstöße gezählt.

Kinder hinter Auto

Alltagssituation

Die Gefahren der Smartphone-Nutzung im Auto werden von vielen unterschätzt.